Abschnittsübung Oberes Gurktal: Sicherer Umgang mit Elektro- und Hybridfahrzeugen

Im Rahmen der Abschnittsübung Oberes Gurktal fand beim Rüsthaus der Freiwilligen Feuerwehr Patergassen eine Schulung zum Thema Verkehrsunfälle mit Elektro- und Hybridfahrzeugen statt. Insgesamt nahmen 45 Einsatzkräfte der Feuerwehren des Abschnittes an der Übung teil.

Den Theorieteil gestaltete BI Stefan Unterweger, Kommandant-Stellvertreter der Freiwilligen Feuerwehr Sirnitz. Behandelt wurden unter anderem die Erkennung der verschiedenen Fahrzeugtypen, der Aufbau und die Funktionsweise von Hochvoltsystemen sowie mögliche Gefahren durch beschädigte Hochvoltbatterien. Weiters wurde auf die Lageerkundung, das Auffinden und Verwenden von Rettungsdatenblättern, herstellerspezifische Informationen, das Stillsetzen des Fahrzeuges, die Deaktivierung des Hochvoltsystems sowie die Kontrolle mittels Wärmebildkamera eingegangen. Ebenso wurden die unterschiedlichen Trennmöglichkeiten, wie Service-Trennstecker, 12-Volt-Abschaltung und fahrzeugabhängige elektronische Sicherheitssysteme, erläutert.

Im Anschluss folgte der praktische Teil. Die Teilnehmer wurden dazu in zwei Gruppen aufgeteilt. Dieser wurde von BM Markus Flath und BM Josef Pechmann, ebenfalls von der Freiwilligen Feuerwehr Sirnitz, durchgeführt.

Als Übungsfahrzeuge standen ein Audi e-tron, ein VW ID.3, ein Tesla, ein Opel Grandland Hybrid sowie ein BMW X1 und ein Ford Ranger als Plug-in-Hybrid zur Verfügung. An den Fahrzeugen wurden die unterschiedlichen Fahrzeugkonzepte, Hochvoltsysteme, Trennstellen, die 12-Volt-Versorgung sowie sicherheitsrelevante Bauteile direkt am Fahrzeug erläutert. Darüber hinaus wurden die Rettungsdatenblätter der einzelnen Fahrzeuge vorgestellt und die Unterschiede der verschiedenen Hersteller erklärt.

Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Werner Puggl ließ es sich nicht nehmen, der Abschnittsübung einen Besuch abzustatten und sich persönlich ein Bild von der Ausbildung zu machen.

Die Abschnittsübung vermittelte den Teilnehmern wertvolles Wissen für den sicheren Umgang mit Elektro- und Hybridfahrzeugen und trug dazu bei, die Einsatzvorbereitung auf die stetig zunehmende Anzahl alternativer Antriebssysteme im Straßenverkehr weiter zu verbessern.

Ein besonderer Dank gilt den Vortragenden sowie allen Personen, die ihre Fahrzeuge für die Abschnittsübung zur Verfügung gestellt haben. Dadurch konnte die Ausbildung praxisnah und anschaulich durchgeführt werden.