Zugsübung der Freiwilligen Feuerwehr Patergassen
Am Samstag, dem 17.10.2026, fand eine weitere Zugsübung der Freiwilligen Feuerwehr Patergassen statt. Unter der Leitung von Zugskommandant OBM Peter Schusser wurde ein Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person als Übungsannahme vorgegeben. Als Übungseinsatzleiter fungierte LM Felix Schiestl.
Nach dem Eintreffen am Übungsort wurde die Unfallstelle abgesichert und das Fahrzeug stabilisiert. Über die Heckscheibe wurde ein Zugang zum Fahrzeuginneren geschaffen, um einem inneren Retter den Zugang zur verunfallten Person zu ermöglichen. Dieser übernahm die Betreuung der eingeklemmten Person während der Rettungsarbeiten. Anschließend wurde die technische Rettung mittels hydraulischer Rettungsgeräte vorbereitet und durchgeführt.
Erstmals kam dabei das neu angeschaffte Spineboard zur patientenschonenden Rettung zum Einsatz. Unter der Anleitung von Feuerwehrsanitäter FM Alexander Prossegger wurde der richtige Umgang mit diesem Rettungsgerät geübt.
Das Übungsszenario wurde anschließend mehrmals wiederholt, damit alle Kameradinnen und Kameraden die Möglichkeit hatten, den sicheren Umgang mit dem Spineboard sowie die einzelnen Schritte der Personenrettung selbstständig zu üben und zu festigen.
Den Abschluss bildete eine gemeinsame Übungsnachbesprechung, bei der die einzelnen Arbeitsschritte nochmals besprochen wurden.



Spineboard
Ein Spineboard ist ein stabiles Rettungsbrett, das zur schonenden Rettung und Umlagerung verletzter Personen eingesetzt wird. Besonders bei Verkehrsunfällen dient es dazu, Patienten aus schwer zugänglichen Bereichen zu retten und dabei unerwünschte Bewegungen der Wirbelsäule möglichst zu reduzieren.
Mithilfe der dazugehörigen Sicherungsgurte wird der Patient am Spineboard fixiert, um ein Verrutschen während der Rettung zu verhindern. Zusätzlich kann das Spineboard mit einem speziellen Kopffixierungssystem ausgestattet werden. Dieses stabilisiert den Kopf durch seitliche Stützelemente sowie Stirn- und Kinnbänder und hilft, Bewegungen der Halswirbelsäule zu begrenzen.
Bis zur Übernahme durch den Rettungsdienst wird der Patient entsprechend betreut und überwacht. Die weitere Lagerung und der Transport erfolgen nach medizinischer Beurteilung, wobei das Spineboard möglichst nur so lange wie notwendig verwendet wird.

