Zugsübung mit technischer Menschenrettung und Atemschutz-Schulung

Am Samstag, dem 28.03.2026, um 17:30 Uhr, traten die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Patergassen zu einer Zugsübung an.

Übungsannahme war unter Aufsicht des Übungsleiters, Kommandant-Stellvertreter BI Hofer Christoph, eine unter einem Traktor eingeklemmte Person, welche im Brust- und Fußbereich eingeklemmt war.

Nach der durchgeführten Lageerkundung durch den Zugskommandanten HBM Schusser Peter wurden die benötigten Gerätschaften auf der Bereitstellungsplane übersichtlich vorbereitet. In weiterer Folge wurde der Traktor mittels Seilwinde gesichert und gegen unbeabsichtigte Bewegung stabilisiert.

Anschließend erfolgte das Anheben des Traktors mittels Hebekissen in Kombination mit Unterbauhölzern. Des Weiteren wurde der Traktor mit der Seilwinde etwas nach vorne gezogen, um den im Fußbereich eingeklemmten Teil der Person freizubekommen.

Um weitere neue Gerätschaften zu beüben, wurde die Übungspuppe kurzerhand durch den Übungsleiter ersetzt. Im Anschluss zeigte Feuerwehrsanitäter FM Prossegger Alexander das richtige Abbinden mittels Tourniquet (Abbindesystem zur Blutstillung) sowie das korrekte Anlegen einer Halskrause, welche sich beide im Sanitätsrucksack befinden, sowie das fachgerechte Umlagern einer verletzten Person auf das Spineboard.

Zu guter Letzt wurde noch das Mehrzwecktragetuch als Hilfsmittel zur Personenrettung bzw. zum Transport beübt, wobei besonderes Augenmerk auf das richtige und schonende Umlagern der Person auf das Tragetuch gelegt wurde.

Parallel dazu erhielten die anwesenden Atemschutzträger eine Einschulung auf die neuen MSA M1 Pressluftatmer. Dabei wurden Aufbau, Handhabung sowie die wichtigsten Neuerungen vorgestellt.

Zusätzlich wurden die Funktionen der integrierten Überwachungseinheit SLS – SingleLine SCOUT erklärt. Diese aktiviert sich automatisch beim Öffnen der Druckluftflasche und unterstützt den Atemschutzträger durch optische und akustische Alarme, einen Bewegungslos-Sensor sowie eine einfache Ein-Knopf-Bedienung. Die Drucküberwachung erfolgt über ein beleuchtetes Manometer mit klarer Statusanzeige, ergänzt durch zusätzliche Warnsignale und Buddylights für erhöhte Sicherheit im Einsatz.

Auch im Bereich Wartung und Betrieb überzeugt das System durch einfache Nachrüstung, geringen Prüfaufwand und lange Batterielaufzeiten. In weiterer Folge besteht die Möglichkeit, die erfassten Einsatzdaten drahtlos zu übertragen, zu dokumentieren und über die MSA A2 Software auszuwerten.

Auch die MSA G1-Vollmaske wurde vorgestellt, welche neue Maßstäbe in puncto Trage- und Atemkomfort setzt und die Vorteile moderner Vollmasken in einer benutzerfreundlichen Lösung vereint. Ergänzend dazu wurde die C1-Sprechgarnitur für die G1-Maske präsentiert, deren Kommunikationsmodul mit verschiedenen PTT-/RSM-Systemen verwendet werden kann.

Im Anschluss an die Nachbesprechung der Zugsübung wurde das Erlernte nochmals intern unter den Kameradinnen und Kameraden reflektiert und bei Speis und Trank die Kameradschaft gepflegt.